Weinbau und Keller

Unsere Rebflächen befinden sich in zwei sehr unterschiedlichen Weinbaugebieten Österreichs – Kremstal, Niederösterreich und Neusiedlersee, Burgenland.

Weinbau

In Rohrendorf/Niederösterreich sind es vor allem ausdrucksvolle und mineralische Weißweine, die in den steilen Terrassenweingärten gedeihen, während der Schwerpunkt in Apetlon in der Ebene des Burgenländischen Seewinkels, bei strukturreichen Rotweinen und edelsüßen Tropfen liegt.

Seit dem Jahr 2000 wurden die Weingärten auf bio-dynamische Bewirtschaftung umgestellt, ab Jahrgang 2009 trägt das Weingut das Demeter -Zertifikat.

Kremstal/Niederösterreich

70 km westlich von Wien befindet sich der Stammsitz unserer Familie in der Ortschaft Rohrendorf. Der Weinbau hat hier jahrhundertelange Tradition. In den südlich exponierten Terrassenweingärten der Gemeinden Rohrendorf und Krems dominieren Weißweinsorten. Auf Löss und Konglomerat-Verwitterungsboden spielt die Sorte Grüner Veltliner mit einem Anteil über 60% die Hauptrolle. Riesling, Chardonnay, Sauvignon Blanc und Pinot Noir vervollständigen den Sortenspiegel auf einer Fläche von 24 ha. Warme Tagestemperaturen und Abkühlung während der Nachtstunden sorgen während der Vegetationsperiode für eine Balance zwischen Reife und lebendigem Ausdruck der Weine. 

Die Lagen: Gebling, Breiter Rain, Schnabel, Gänstreiberin

Neusiedlersee/Burgenland

Anfang der 1960er-Jahre erwarb und bepflanzte Sepp Moser Brachland in Apetlon, unweit der ungarischen Grenze. Hier, inmitten des Naturschutzgebietes Neusiedlersee-Seewinkel, findet man hervorragende Bedingungen für Rot- uns Süßweine. Die Zweigelt-Rebe, Österreichs Rotweinsorte Nr. 1, spielt dort schon von Beginn an die Hauptrolle. Ihr Anteil beträgt auch heute noch über 60% in unseren 27 ha Rebkulturen auf dunklen Tschernosem-Böden mit schottrigem und sandigem Unterboden. Merlot und Blaufränkisch, sowie die Weißweinsorten Muskat Ottonel , Pinot Blanc und Chardonnay  ergänzen das Sortenspektrum. 

Die Lagen: Hollabern, Fuchsloch, Hedwighof

Bild 14 Stahltanks

Weinkeller

Die Weinernte in Kremstal und Neusiedlersee erfolgt ausschließlich manuell, oftmals in zwei bis drei Selektionen pro Weingarten. Die Verarbeitung findet im Keller des Rohrendorfer Atriumhauses statt. Hier durchläuft das Traubengut eine sehr klassische Verarbeitung. Unser Credo ist geringstmögliche Intervention. Entsprechend der restriktiven Demeter-Kellereirichtlinien vergären sämtliche Weine spontan mit Naturhefe. 

Bild 15 Kathi Fasskeller I

Auf Einsatz von Enzymen, Hefenährsalzen, Mostkonzentration, chemische Stabilisierung von Weinstein und viele andere önologische Verfahren und Zusätze verzichten wir. Alle unsere Weine sind vegan. Schwefel kommt, wenn überhaupt, in möglichst geringen Dosen zum Einsatz.

Biodynamik

Bereits vor Betriebsübernahme im Jahr 2000 waren wir uns sicher, dass die biodynamische Wirtschaftsweise uns auf unserem Weg begleiten würde. Nachdem wir Ende der 90er-Jahre das erste Mal in Kontakt mit biodynamischen Pionieren aus dem Elsass gekommen waren, begeisterten wir und uns für „Die Landwirtschaft der Zukunft“. Seit dem Jahr 2000 wurden die Weingärten Schritt für Schritt auf bio-dynamische Bewirtschaftung umgestellt, ab Jahrgang 2009 trägt das Weingut das Demeter-Zertifikat. Nicht nur der Aspekt des Umweltschutzes, sondern auch die Förderung lebendiger Böden und die Suche nach authentischen Weinen mit möglichst geringem Einsatz von Zusätzen und Hilfsstoffen waren und sind Bestandteil dieser Philosophie. Schließlich ist in der Weinwelt stets die Rede von „Terroir“. Der Wein widerspiegelt wie kein anderes landwirtschaftliches Produkt Boden, Klima und Einfluss des Menschen.

Bild 22 Sandro und Niki beim Schafgarbezupfen
Bild 23 Weinlese mit Pferd

Der Einsatz der biodynamischen Präparate stellt eine Methode dar, um die Vital- und Widerstandskräfte der Rebkultur zu stärken. Entgegen der heute üblichen „Symptombekämpfung“ streben wir Demeter-Weinbauern danach, unsere Reben in Balance zu bringen und damit resistenter gegen Pilzkrankheiten und tierische Schädlinge zu machen. Neben dem biologischen Pflanzenschutz sind unter Berücksichtigung planetarer Konstellationen die biodynamischen Spritzpräparate (Hornmist und Hornkiesel), Pflanzentees und – auszüge, Kompost und Kompostpräparate unsere Werkzeuge. 

Im Sinne der Kreislaufwirtschaft, ein wichtiger Aspekt in der Biodynamik, leben auch einige Tiere bei uns am Hof. Zwei Noriker-Pferde pflügen einen Teil unserer Weingärten und die Gemüsekulturen für unseren Bioladen. Dreißig Hühner, gehalten in mobilen Stall in mitten der Reben, liefern die Eier. Eine kleine Schafherde beweidet unsere Böschungen.